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Feuerwehr Langerwehe hilt bei der Katastrophe im Münsterland (Update)

Das nördliche NRW und südliche das Niederachsen wurden in den letzten 36 Stunden von einem Unwetter heimgesucht, welche seinesgleichen in NRW sucht.
In rund 30 Stunden fielen dort stellenweise bis zu 190 Liter Regen pro Quadratmeter.

Die Feuerwehrkräfte vor Ort waren heute Mittag teilweise schon über 24 Stunden im Einsatz, so dass Ablösung aus der Ferne herangeführt werden musste.
Das Land NRW und die Bezirksregierung Köln zogen daraufhin Ihre Konzepte für die vorgeplante überörtliche Hilfe in NRW. Im ganzen Land wurden die Abteilungen der Bezirke alarmiert.
Der Kreis Düren bildet gemeinsam mit dem Kreis Euskirchen die Bereitschaft II der Abteilung Köln.

Gegen 12:30 Uhr gab es den Alarm für die Einheiten aus dem Kreis Düren. Die vorher festgelegten Fahrzeuge fuhren den Sammelraum am feuerschutztechnischen Zentrum des Kreises Düren in Stockheim am.
Nachdem dort die notwendigen Formalitäten (Erfassung des Personals, Ausgabe der Marschbefehls, etc.) erledigt waren ging es gemeinsam mit den Kollegen aus dem Kreis Euskirchen Richtung Münsterland.
Insgesamt machten sich vom FTZ rund 40 Fahrzeuge von Feuerwehr, THW und DRK auf den Weg in das Katastrophengebiet.
Aus Langerwehe ist ein Löschfahrzeug der Löschgruppe Luchem unterwegs. Besetzt ist es mit Kräften aus den Löschgruppen Luchem und Langerwehe.

Stand 19:00 Uhr ist der Verband kurz vor dem Schadensgebiet. Zunächst geht es in die Gemeinde Ahaus (Kreis Borken). Dort wird man dann den konkreten Einsatzauftrag erhalten.
Die Kräfte sind auf einen 12-stündigen Einsatz vor Ort vorbereitet. Unter Umständen werden aber noch mal Kräfte aus dem Kreis Düren zur Ablösung nachgeführt.

Update vom 31.08.2010:

Die Kräfte aus dem Kreis Düren waren am frühen Samstag Morgen wieder zurück in der Heimat.
Bis dahin hatten sie rund 130 Einsatzstellen im Ahaus abgearbeitet.
Weitere Kräfte aus dem Kreis Düren wurden nicht mehr nachgeführt.

Pressemitteilung des IM NRW:

In Teilen Nordrhein-Westfalens ist es durch Regenfälle zu massiven Überflutungen gekommen. Am stärksten betroffen von den Starkregenfällen und Starkwinden waren die Regierungsbezirke Münster und Detmold und hier besonders die Kreise Steinfurt und Borken sowie die Kreise Minden-Lübbecke, Herford und Lippe. Am Donnerstagnachmittag gab es gegen 15.00 Uhr eine amtliche Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes. Seit heute (27.08.), 14.07 Uhr hat der Deutsche Wetterdienst die Warnung aufgehoben. Das erklärte das Innenministerium in Düsseldorf.

 Bei den rund 4.000 witterungsbedingten Einsätzen in dem Regierungsbezirken Münster und Detmold handelte es sich fast ausschließlich um Schäden durch lang anhaltende Regenfälle wie überflutete Keller und übergelaufene Regenrückhaltebecken. In Ahaus und Steinfurt fielen die Kläranlagen aus. In Bad Salzuflen entstanden zusätzlich Sturmschäden, wie abgedeckte Dächer und entwurzelte Bäume. Deutliche Verkehrsbehinderungen gab es im ganzen Einsatzgebiet durch Sperrung überfluteter Fahrbahnen und Bahnstrecken. Besonderes Augenmerk wird derzeit auf möglicherweise noch ansteigende Flusspegel gelegt.

 Die Krisenstäbe der Bezirksregierungen Münster und Detmold sowie die Einsatzleitungen der Kreise Steinfurt und Borken koordinieren die Arbeit der Rettungskräfte. Im Einsatz sind seit gestern inzwischen mehr als 4.200 Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr sowie zahlreiche Hilfsorganisationen und technische Einheiten der Polizei. Davon kommen im Regierungsbezirk Münster insgesamt ca. 2.400 Einsatzkräfte zum Einsatz (Kreis Steinfurt ca. 1.600, Kreis Borken ca. 800) und im Regierungsbezirk Detmold ca. 1.800 Hilfskräfte (davon u.a. ca. 720 im Kreis Minden-Lübbecke und ca. 440 im Kreis Herford). Zur Unterstützung der örtlichen Einsatzkräfte wurden aus dem ganzen Land Einheiten der überörtlichen Hilfe mobilisiert.

 „Die Feuerwehren in NRW haben auch bei dieser Unwetterlage wieder einmal gezeigt, dass sie gut organisiert und auch solchen kurzfristigen Spitzenbelastungen gewachsen sind“, lobte Innenminister Ralf Jäger.

Loveparade: zu früh für die Schuldfrage!

Dramatisch und tragisch was da heute in Duisburg passiert ist, keine Frage!

Natürlich muss die Schuldfrage geklärt werden! Aber bitte doch nicht zum jetzigen Zeitpunkt!
Aus meiner Sicht ist die Lage in Duisburg noch keineswegs gegessen! Wie sich die Masse in den nächsten Stunden verhält ist nicht wirklich zu kalkulieren. Daher sollten sich im Moment alle Kräfte darauf konzentrieren, dass es in den nächsten Stunden nicht noch mehr Tote gibt. Soweit ich das beurteilen kann macht man das im Moment auch. Lasst die Leute in der Gefahrenabwehr erstmal ihre Arbeit machen!

Wenn ich im Internet und insbesondere bei Twitter die ganzen „Experten“ und „Aufklärer“ lese, kann ich nur mit dem Kopf schütteln!
Auch die Medien spielen hier teilweise eine unrühmliche Rolle. Hier werden von einigen Tweets von irgendwelchen Usern einfach ungeprüft als Fakten übernommen.

Woher wissen diese Leute für wieviele Menschen das Veranstaltungsgelände „zugelassen“ ist und wieviele letztlich vor Ort waren?

Alles Fragen die geklärt werden müssen, aber bitte nicht jetzt und bitte nicht von den Twitter-Usern!