Kategorie-Archiv: Feuerwehr

1. Langerweher Bobby-Car-Rennen – Wiederholung im nächsten Jahr?

Ich bin ehrlich, als zu Jahresbeginn das Thema „Bobby-Car-Rennen im Rahmen des Pfarrfestes“ bei der IG Langerweher Vereine aufkam, war ich doch sehr skeptisch. Ja, anfangs habe ich die Idee sogar belächelt.
Nach einem ersten Probelauf vor einigen Wochen haben wir uns dann aber als Löschgruppe Langerwehe doch an der Aktion beteiligt. Und das war die absolut richtige Entscheidung!

Allerdings hielt die Skepsis bis gestern Nachmittag 15:50 Uhr an. Um 13:30 Uhr hatten wir uns getroffen um die Strecke aufzubauen. In erster Linie ging es darum die „gefährlichen“ Stellen der Strecke mit rund 130 Strohballen abzusichern.
Auch dank der Unterstützung durch die Pfadfinder war dies doch recht schnell erledigt.

Langsam wurde es nun für die Organisatoren und auch für uns als Helfer „spannend“. Wieviele Fahrer werden kommen? Lohnt der ganze Aufwand? Oder wird die Veranstaltung zur Lachnummer?

Im Nachhinein muss man sagen, dass alle Befürchtungen umsonst waren. Rund 50 Fahrer aus allen Altersklassen haben sich gestern Nachmittag auf die Strecke vom Ulhaus bis zur Kirche gewagt! Da jeder einzelne davon natürlich auch seine Fans mitgebracht hatte, säumten sicherlich einige hundert Zuschauer bei herrlichem Wetter die Strecke.

Alle hatten Ihren Spaß dabei, Fahrer, Zuschauer und auch die Organisatoren und Helfer.

Ich möchte zwar nicht die Entscheidung bei der IG vorwegnehmen, aber ich bin sehr sicher, dass die Aktion im nächsten Jahr – sicherlich mit kleineren Optimierungen – wiederholt werden wird. Die Löschgruppe Langerwehe jedenfalls wäre wieder dabei!
Danke an die beiden Organisatoren Alois Sievers und Kurt Gielgen, sowie an alle Helfer!

Übrigens, noch mehr Renn-Bilder gibt es hier.

Waldbrand in Kroatien – oder: „Mittendrin statt nur dabei“?

Lange, sehr lange ist es hier ruhig gewesen. Oder um ehrlich zu sein, gar nichts ist hier passiert!

Jetzt allerdings möchte ich Euch noch mal an einem aktuellen Erlebnis teilhaben lassen. Wer mir bei Twitter folgt, oder bei Facebook mit mir befreundet ist, wird es gemerkt haben: wir waren mal wieder in Kroatien!
Und wieder hatten wir dort eine tolle Zeit! Einzige, kleine Ausnahme bildete der Morgen des 12. August. Von meiner besseren Hälfte wurde ich kurz vor sechs mit den Worten geweckt: „Es brennt, Du musst aufstehen!“
Erster Gedanke: der Brüllwürfel (auch bekannt als Funkmeldeempfänger) hat sich nicht gemeldet, folglich kann es auch nicht brennen. Erst im nächsten Moment realisierte ich, dass ich im Urlaub bin und der Melder 1.500 km entfernt liegt. Vermutlich würde es also im oder am Haus brennen. Also besser mal aus den Federn und „erkunden“.

Um das Haus herum war es schon deutlich verraucht, ein großer Feuerschein war sichtbar, alle Nachbarn waren auf den Beinen. Laute, hektische Rufe waren zu hören. Waldbrand!
Hatte das Feuer schon auf die Bebauung übergegriffen? Ich konnte das von unserer Position aus nicht wirlich beurteilen. Allerdings wirkte das Szenario sehr bedrohlich!
Zudem merkte ich sofort, dass Bora war, also starker ablandiger Wind der das Feuer und den Rauch in unsere Richtung drückte.
Zu diesem Zeitpunkt war auch der Strom im ganzen Ort bereits abgeschaltet worden.

Da ich die Lage nicht abschließend beurteilen konnte, haben wir uns zunächst dazu entschieden, das Wichtigste zusammenzupacken, um so zumindest kurzfristig abhauen zu können, sollte es denn erforderlich werden. Am benachbarten Camping-Platz hatten schon mehrere Urlauber fluchtartig das Gelände verlassen (sie waren auch später nicht mehr gesehen).

Gerade als wir nach dem Packen wieder aus dem Haus kamen, verbreitete unsere Gastgeberin die Info, dass die Canadair (CL-415) im Anflug wären. Dies war wohl vorher aufgrund der Lichtverhältnisse noch nicht möglich. Wie wir nämlich später erfahren haben, brannte das Feuer schon seit mindestens 04:30 Uhr.

Wenige Minuten später erschien die erste Canadair über den Bergen aus Richtung Zadar, drehte eine Runde über das Schadensgebiet und flog dann auf das Meer hinaus zum Tanken.
Direkt über unseren Köpfen flog sie dann wieder Richtung Feuer um ca. 200 Meter von unserer Position entfernt mit dem Abwurf der ersten Ladung zu beginnnen.
Kurz darauf folgte eine zweite CL-415 und ein paar Minuten später noch zwei weitere, kleinere Maschinen (der Typ ist mir leider nicht bekannt).

Schon nach wenigen Abwürfen durch die Canadair wurden Rauchentwicklung und Feuerschein deutlich schwächer, so dass ich davon ausgegangen bin, dass das Feuer unter Kontrolle ist. Insgesamt aber dauerten die Flüge der vier Maschinen rund anderthalb Stunden. Zum Schluss waren nur noch die beiden kleineren Maschinen im Einsatz.
Aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Meer lag bei einer Maschine zwischen zwei Abwürfen höchstens zwei Minuten.

Zeit also für uns, erst mal einen mit Gas gekochten Kaffee zu trinken (Danke Milica!).

Später bin ich dann mal Richtung Brandstelle. Das Feuer wurde wirklich nur wenige Meter vor der Bebauung gestoppt. Ich vermute, ohne den Einsatz der Canadair wäre das hier böse ausgegangen.
An vielen Autos die näher am Feuer waren, waren die Salzwasser-Duschen deutlich sichtbar. Aber auch bei uns hatte das Feuer seine Spuren hinterlassen. Eine deutliche Asche-Schicht hatte sich über alles gelegt.

Letztlich gab es für uns die Erkenntnis, dass für uns zu keiner Zeit wirklich Gefahr bestanden hat. Zwischen uns und dem Feuer lagen noch gute 250 Meter die teilweise dicht bebaut sind.

Gegen 09:00 Uhr war dann auch der Strom wieder da, so dass wir unseren Urlaub uneingeschränkt fortsetzen konnten. Letztlich also Gott sei Dank doch nur dabei, statt mittendrin!

Wer noch mehr Bilder von dem Morgen in Srima sehen möchte, findet diese hier.

Die dunkle Seite des Schnees

Ich gehöre zu den Menschen die sich jedes Jahr wie ein kleines Kind über den ersten Schnee freuen können. Je mehr Schnee, desto besser! Gestern war das aber schnell wieder vorbei.

Mittags hatte es selbst hier im Rheinland angefangen zu schneien. Nicht viel, aber stetig. Da es deutlich unter null Grad war, blieb der Schnee auch auf den vielbefahrenen Straßen schnell liegen.

Nachdem ich mich aus dem Büro nach Hause gekämpft hatte, ging es zum Schulungsabend bei der Feuerwehr. Fahrzeug- und Gerätekunde am Gerätewagen Gefahrgut stand auf dem Dienstplan.
Die Unterricht war gerade gut eine halbe Stunde alt, als die Meldeempfänger und Handys diesen abrupt unterbrachen. „Verkehrsunfall, Person eingeklemmt“ war auf den Displays zu lesen.
Sofort konnten wir drei Fahrzeuge besetzen und zur Bundesstraße 264 eilen. Na ja, eilen ist eigentlich nicht der richtige Begriff, denn die Straßen waren spiegelglatt und auch hier galt der alte Spruch „nur wer ankommt, kann auch helfen“.

In Höhe der Ölmühle war ein PKW ins Schleudern geraten und in den Gegenverkehr gerutscht. Beim Zusammenprall mit einem entgegenkommenden PKW wurde der Beifahrer schwerstverletzt im Fahrzeug eingeklemmt.
Trotz sofortiger Befreiung aus dem PKW und Versorgung durch den Rettungsdienst verstarb er noch an der Unfallstelle. Er war erst 22 Jahre alt.

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Da wurde uns schnell wieder vor Augen geführt, wie gefärlich die „weiße Pracht“ auch – oder sollte ich sagen besonders – hier im Rheinland sein kann.
1.784 Verkehrsunfälle verzeichnete die Polizei bis heute morgen 04:00 Uhr in NRW. 107 Personen wurden dabei verletzt, 20 davon schwer. Leider gab es einen Toten zu beklagen. Daher erlangte Langerwehe heute traurige Bekanntheit auch in den überregionalen Medien.

Meine Freude am Schnee ist für den Moment zumindest deutlich gedämpft…

Einen Bericht über den Unfall findet man auf der Website der Feuerwehr Langerwehe.

Vandalen hausen in der Gesamtschule Langerwehe

Heute Nacht gegen 00:40 wurden vier Löschgruppen der Feuerwehr Langerwehe alarmiert.
Nach einem Einbruch-Alarm in der Gesamtschule hatte der Hausmeister in der Mensa eine starke Verrauchung festgestellt. Gleichzeitig hatte auch die Brandmelde-Anlage des Objekts ausgelöst.

So machten sich mitten in der Nacht rund 60 Einsatzkräfte aus Langerwehe, Luchem, Heistern und Schlich auf den Weg zur Gesamtschule.
Die ersten Kräfte bereiteten einen Löschangriff vor und gingen zur weiteren Erkundung unter Atemschutz in das Gebäude vor.
Nach einigen Minuten stellte man dann aber fest, dass es gar kein Feuer gab. Vielmehr waren einige Personen gewaltsam in das Gebäude eingedrungen und hatten im Gebäude 2 mehrere Feuerlöscher mit Löschpulver abgeblasen.

Nahezu das gesamte Gebäude wurde dadurch über mehrere Stockwerke massiv „verraucht“ und verschmutzt, so dass das Gebäude 2 zumindest heute für den Schulbetrieb nicht nutzbar ist.

Übrigens ist das Löschpulver in keiner Weise gesundheitsschädlich! Es mag zwar unangehm sein, wenn es eingeatmet wird, aber es hat keinerlei schädigende Wirkung.




Die Kreispolizeibehörde Düren veröffentlicht dazu folgende Pressemitteilung:

POL-DN: Mutwillig Scheiben eingeschlagen und für Sachschaden gesorgt

Langerwehe (ots) – Ziel bislang nicht bekannter Täter war in der Nacht zum Freitag die Gesamtschule in der Schönthaler Straße. Sie hatten dort eine Scheibe zerbrochen und waren in das Objekt eingedrungen. Dabei könnte es sich um die gleichen Tatverdächtigen handeln, die zuvor vergeblich versucht hatten, in ein Geschäft in der Hauptstraße einzubrechen.

Ein Brandmeldealarm rief die Polizei und Feuerwehr gegen 02.00 Uhr zum Schulgebäude. Als die Beamten zeitgleich mit den Feuerwehrleuten aus Langewehe an dem Gebäude eintrafen, mussten sie eine starke Rauchentwicklung feststellen. Wie sich bei der Nachschau herausstellte, war aber kein Feuer die Ursache dafür. Unbekannte hatten insgesamt fünf Feuerlöscher entleert, nachdem sie sich Zugang ins Innere durch zwei eingeschlagene Fenster geschaffen hatten.

Etwa 25 Minuten früher war eine Schaufensterscheibe eines Heizungs- und Sanitärgeschäftes in der Hauptstraße zu Bruch gegangen. Plakatwände verhinderten aber ein Eindringen der Täter in den Verkaufsraum. Daher ließen sie von ihrem Vorhaben ab und flüchteten, wie eine Zeugin berichten konnte, in Richtung der Gesamtschule.

Sachdienliche Hinweise werden an die Einsatzleitstelle der Polizei in Düren unter Telefon 0 24 21/949-2425 erbeten.

Tag der offenen Tür bei der Löschgruppe Langerwehe (Update)

Diesen Samstag (18.09.) ist es wieder so weit! Die Löschgruppe Langerwehe veranstaltet den dritten Tag der offenen Tür am neuen Standort an der Schönthaler Straße.

Ab 14:00 Uhr warten das Gebäude und die Fahrzeuge darauf von den Bürgern besucht zu werden. Auch auf die Kinder wartet ein interessantes Programm. So werden in diesem Jahr unter anderem kostenlose Rundfahrten mit dem Feuerwehrauto angeboten. Aber auch mit der Hüpfburg, dem Kinderschminken oder anderen Sachen können die Kleinen sich bei der Feuerwehr die Zeit vertreiben.

Selbstverständlich ist auch für das leibliche Wohl wieder gesorgt! Grill, Cafeteria und Getränke-Bude werden wieder bestens bestückt sein.

Der Tag der offenen Tür endet um 19:00 Uhr. Dann schließt sich aber nahtlos die „Blaulichtparty“ an. Egal bei welchem Wetter wird dann in der Fahrzeughalle open end gefeiert.
Auch abends gibt es natürlich weiterhin leckere Spezialitäten vom Grill.

Die Löschgruppe Langerwehe freut sich auf Ihren Besuch!



Update 19.09.2010:

Einen schönen Bericht über den gelungenen Tag und viele Fotos vom Fest gibt es auf toepfergemeinde.de.