Archiv für den Monat: September 2010

Vandalen hausen in der Gesamtschule Langerwehe

Heute Nacht gegen 00:40 wurden vier Löschgruppen der Feuerwehr Langerwehe alarmiert.
Nach einem Einbruch-Alarm in der Gesamtschule hatte der Hausmeister in der Mensa eine starke Verrauchung festgestellt. Gleichzeitig hatte auch die Brandmelde-Anlage des Objekts ausgelöst.

So machten sich mitten in der Nacht rund 60 Einsatzkräfte aus Langerwehe, Luchem, Heistern und Schlich auf den Weg zur Gesamtschule.
Die ersten Kräfte bereiteten einen Löschangriff vor und gingen zur weiteren Erkundung unter Atemschutz in das Gebäude vor.
Nach einigen Minuten stellte man dann aber fest, dass es gar kein Feuer gab. Vielmehr waren einige Personen gewaltsam in das Gebäude eingedrungen und hatten im Gebäude 2 mehrere Feuerlöscher mit Löschpulver abgeblasen.

Nahezu das gesamte Gebäude wurde dadurch über mehrere Stockwerke massiv „verraucht“ und verschmutzt, so dass das Gebäude 2 zumindest heute für den Schulbetrieb nicht nutzbar ist.

Übrigens ist das Löschpulver in keiner Weise gesundheitsschädlich! Es mag zwar unangehm sein, wenn es eingeatmet wird, aber es hat keinerlei schädigende Wirkung.




Die Kreispolizeibehörde Düren veröffentlicht dazu folgende Pressemitteilung:

POL-DN: Mutwillig Scheiben eingeschlagen und für Sachschaden gesorgt

Langerwehe (ots) – Ziel bislang nicht bekannter Täter war in der Nacht zum Freitag die Gesamtschule in der Schönthaler Straße. Sie hatten dort eine Scheibe zerbrochen und waren in das Objekt eingedrungen. Dabei könnte es sich um die gleichen Tatverdächtigen handeln, die zuvor vergeblich versucht hatten, in ein Geschäft in der Hauptstraße einzubrechen.

Ein Brandmeldealarm rief die Polizei und Feuerwehr gegen 02.00 Uhr zum Schulgebäude. Als die Beamten zeitgleich mit den Feuerwehrleuten aus Langewehe an dem Gebäude eintrafen, mussten sie eine starke Rauchentwicklung feststellen. Wie sich bei der Nachschau herausstellte, war aber kein Feuer die Ursache dafür. Unbekannte hatten insgesamt fünf Feuerlöscher entleert, nachdem sie sich Zugang ins Innere durch zwei eingeschlagene Fenster geschaffen hatten.

Etwa 25 Minuten früher war eine Schaufensterscheibe eines Heizungs- und Sanitärgeschäftes in der Hauptstraße zu Bruch gegangen. Plakatwände verhinderten aber ein Eindringen der Täter in den Verkaufsraum. Daher ließen sie von ihrem Vorhaben ab und flüchteten, wie eine Zeugin berichten konnte, in Richtung der Gesamtschule.

Sachdienliche Hinweise werden an die Einsatzleitstelle der Polizei in Düren unter Telefon 0 24 21/949-2425 erbeten.

Tag der offenen Tür bei der Löschgruppe Langerwehe (Update)

Diesen Samstag (18.09.) ist es wieder so weit! Die Löschgruppe Langerwehe veranstaltet den dritten Tag der offenen Tür am neuen Standort an der Schönthaler Straße.

Ab 14:00 Uhr warten das Gebäude und die Fahrzeuge darauf von den Bürgern besucht zu werden. Auch auf die Kinder wartet ein interessantes Programm. So werden in diesem Jahr unter anderem kostenlose Rundfahrten mit dem Feuerwehrauto angeboten. Aber auch mit der Hüpfburg, dem Kinderschminken oder anderen Sachen können die Kleinen sich bei der Feuerwehr die Zeit vertreiben.

Selbstverständlich ist auch für das leibliche Wohl wieder gesorgt! Grill, Cafeteria und Getränke-Bude werden wieder bestens bestückt sein.

Der Tag der offenen Tür endet um 19:00 Uhr. Dann schließt sich aber nahtlos die „Blaulichtparty“ an. Egal bei welchem Wetter wird dann in der Fahrzeughalle open end gefeiert.
Auch abends gibt es natürlich weiterhin leckere Spezialitäten vom Grill.

Die Löschgruppe Langerwehe freut sich auf Ihren Besuch!



Update 19.09.2010:

Einen schönen Bericht über den gelungenen Tag und viele Fotos vom Fest gibt es auf toepfergemeinde.de.

Fußball in Kroatien

Da es in diesem Blog ja auch um Fußball gehen soll, berichte ich heute mal, was ich gestern erlebt habe:

Letzte Woche haben wir spontan mit einigen „Jungs“ die wir hier unten kennengelernt haben überlegt, wir könnten uns ja mal ein Spiel von Hajduk Split oder Sibenik in der ersten kroatischen Liga anschauen.
Ein Blick in den Spielplan löste dann große Freude aus, spielte doch gestern Hajduk Split gegen Dinamo Zagreb, also der Knaller hier in der kroatischen Liga. Und es waren sogar noch Karten zu kriegen. Also Karten besorgt (Sitzplatz Gegengrade für umgerechnet 13 EUR!) und gestern nach Split gefahren.
Etwas mulmig war mir schon, da man mehrfach gehört hatte, dass es bei diesem Spiel regelmäßig zu Ausschreitungen kommt.

Aber als wir am Poljud (dem Stadion im Split) ankamen, war eigentlich alles ziemlich entspannt. Das Wetter war toll und einem Fußball-Fest stand nichts mehr im Wege. Was wir zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht wußten, war, dass gar keine Dinamo-Fans da waren, denn die hatten das Spiel boykottiert. Das hing wohl damit zusammen, dass die kroatische Nationalmannschaft immer in Zagreb spielt und die Hajduk-Fans fordern, dass auch mal woanders gespielt wird. Das hat die Dinamo-Fans wohl verärgert (wenn ich das alles richtig verstanden habe).

Im Stadion waren tatsächlich keine Dinamo-Fans, die zugeteilten Blöcke waren komplett leer, so dass geschätzte 28.000 Zuschauer im Stadion waren (von maximal 34.000). Dennoch war die Stimmung bombastisch. Anders als in den meisten deutschen Stadien machten nämlich alle Zuschauer – inklusive VIP-Tribüne – richtig Stimmung.

Allerdings war das nicht der einzige Punkt an dem man merkte, dass hier eine andere Mentalität vorherrscht als in Deutschland.
So flogen bei nahezu jeder strittigen Schiedsrichter-Entscheidung Feuerzeuge und andere Gegenstände auf das Spielfeld, und das auch von allen Bereichen des Stadions. Unparteiische und Spieler wurden mehr als einmal davon getroffen. In Deutschland wäre das Spiel vermutlich schon in der ersten Hälfte abgebgrochen worden.

Kurz vor der Pause ging Dinamo mit 0:1 in Führung.
Schier unglaubliche Szenen – zumindest für den deutschen Fußball-Fan – spielten sich aber ab, als Hajduk in der zweiten Halbzeit den Ausgleich erzielte. Quasi die komplette Fan-Kurve brannte, Böller ohne Ende wurden auf die Laufbahn und das Spielfeld geworfen. Rauchkerzen wurden abgebrannt.

Ich habe versucht die Szenen in Bild und Ton festzuhalten. Leider kommt es nicht ganz so rüber, wie wir es im Stadion empfunden haben.

Das komplette Stadion war verraucht, man konnte teilweise die Hand vor Augen nicht mehr sehen. Bestenfalls betrug die Sichtweite auch nur 20 Meter. In Deutschland wäre jedes Spiel abgebgrochen oder zumindest für längere Zeit unterbrochen worden. Nicht so in Kroatien, es wurde munter weitergespielt.

Zwischendurch gab es immer wieder Schlägereien in der Kurve, mit kleinerem oder größerem Ausmaß. Aber auch das interessierte niemanden. Laut Radio wurden 45 Fans verhaftet. Interessant, wenn man bedenkt, dass nur Fans einer Mannschaft im Stadion waren…

Auch wenn nur Fans einer Mannschaft im Stadion waren, so war es dennoch ein Erlebnis. Vielleicht war es auch gut so, denn die großen Krawalle, die bei dem Spiel quasi obligatorisch sind, sind so wohl ausgeblieben.

Ach so, ja, Endergebnis war 1:1. Sportlich sicherlich alles andere als ein Highlight, aber vielleicht sind wir da auch durch unsere Bundesliga verwöhnt…